Bacillus subtilis, Histaminintoleranz–Was ist über Histamin bekannt?
Bacillus subtilis & Histaminintoleranz – warum nicht alle Bakterienkulturen gleich sind
Viele Menschen mit Histaminintoleranz meiden Probiotika aus Sorge vor Histamin. Doch nicht alle Mikroorganismen verhalten sich gleich. Bacillus subtilis DSM 21097 gehört nicht zu den klassischen Milchsäurebakterien und unterscheidet sich in Aufbau, Stoffwechsel und Lebenszyklus grundlegend von vielen bekannten Fermentationskulturen.
Besonders interessant: Für Bacillus subtilis DSM 21097 liegt eine unabhängige Laboranalyse zu biogenen Aminen vor. Die Ergebnisse zeigen, dass Histamin sowie weitere untersuchte biogene Amine in der analysierten Probe nicht nachweisbar waren.
Nicht jede Bakterienkultur ist automatisch eine Milchsäurebakterie
Für unsere Premium-Kapseln verwenden wir ausschließlich den dokumentierten Referenzstamm DSM 21097 mit 10 Milliarden Sporen pro Kapsel. Eine unabhängige Laboranalyse ergab für Histamin sowie weitere untersuchte biogene Amine keine nachweisbaren Mengen. Der vollständige Untersuchungsbericht kann auf Anfrage eingesehen werden.
Jetzt Produkte ansehen1. Warum Menschen mit Histaminintoleranz oft unsicher sind
Wer unter Histaminintoleranz leidet, entwickelt häufig eine verständliche Vorsicht gegenüber fermentierten Lebensmitteln, probiotischen Präparaten und Bakterienkulturen. Schließlich können einige Mikroorganismen Histamin oder andere biogene Amine bilden.
Deshalb werden häufig Sauerkraut, Kombucha, gereifte Käsesorten, Joghurt oder bestimmte probiotische Mischpräparate gemieden.
Viele Betroffene ziehen daraus den Schluss, dass sämtliche Bakterienkulturen problematisch sein müssen. Wissenschaftlich betrachtet greift diese Sichtweise jedoch zu kurz.
Denn zwischen den verschiedenen Mikroorganismen bestehen erhebliche Unterschiede hinsichtlich Stoffwechsel, Enzymaktivität und biologischen Eigenschaften.
Studien und Quellen zu diesem Thema:
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Maintz & Novak (2007): Histamine and histamine intolerance
Übersichtsarbeit zu Histamin, Histaminstoffwechsel, Diaminoxidase und möglichen Reaktionen auf histaminreiche Lebensmittel.
→ PubMed Quelle ansehen -
EFSA Scientific Opinion: Risk based control of biogenic amine formation in fermented foods
Wissenschaftliche Bewertung zur Bildung biogener Amine in fermentierten Lebensmitteln und zur Rolle mikrobieller Prozesse.
→ EFSA Quelle ansehen
2. Bacillus subtilis ist keine Milchsäurebakterie
Bacillus subtilis gehört nicht zu den klassischen Milchsäurebakterien, sondern zu den sporenbildenden Umweltmikroorganismen.
Die widerstandsfähigen Sporen können Trockenheit, Hitze und die Passage durch den Magen überstehen. Dadurch unterscheidet sich Bacillus subtilis grundlegend von vielen empfindlichen Bakterienarten, die typischerweise in fermentierten Lebensmitteln vorkommen.
Auch die Stoffwechselwege unterscheiden sich deutlich. Eigenschaften einzelner Milchsäurebakterien lassen sich deshalb nicht automatisch auf Bacillus subtilis übertragen.
Genau dieser Unterschied wird in Diskussionen über Histaminintoleranz häufig übersehen.
Studien und Quellen zu diesem Thema:
-
Casula & Cutting (2002): Bacillus Probiotics: Spore Germination in the Gastrointestinal Tract
Untersuchung zur Keimung von Bacillus-Sporen im Gastrointestinaltrakt und zur besonderen Rolle sporenbildender Mikroorganismen.
→ PubMed Quelle ansehen -
Bernardeau et al. (2017): Importance of the gastrointestinal life cycle of Bacillus for probiotic functionality
Übersichtsarbeit zum Lebenszyklus von Bacillus-Sporen und vegetativen Zellen im Verdauungstrakt.
→ Volltext ansehen
3. Was die Laboranalyse von DSM 21097 zeigt
Im Rahmen einer unabhängigen Laboranalyse wurde Bacillus subtilis DSM 21097 auf verschiedene biogene Amine untersucht.
Dabei lagen Histamin sowie weitere untersuchte biogene Amine unterhalb der jeweiligen Nachweisgrenzen.
- Histamin
- Tyramin
- Putrescin
- Cadaverin
- Agmatin
Die Untersuchung bestätigt damit, dass in der analysierten Probe keine relevanten Mengen dieser biogenen Amine nachweisbar waren.
Der vollständige Untersuchungsbericht kann auf Anfrage eingesehen werden.
Dokumentation zu diesem Thema:
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Unabhängige Laboranalyse zu Bacillus subtilis DSM 21097
Analyse auf biogene Amine wie Histamin, Tyramin, Putrescin, Cadaverin und Agmatin. Der vollständige Untersuchungsbericht kann auf Anfrage eingesehen werden.
4. Histamin entsteht nicht nur durch Lebensmittel
Die öffentliche Diskussion über Histaminintoleranz konzentriert sich häufig auf Lebensmittel wie Rotwein, gereiften Käse, Sauerkraut oder Tomaten.
Moderne Forschung betrachtet jedoch zunehmend das gesamte Darmmilieu. Darmbarriere, Mikrobiom, Immunreaktionen und Histaminstoffwechsel stehen in enger Wechselwirkung miteinander.
Deshalb richtet sich das wissenschaftliche Interesse heute nicht nur auf histaminreiche Lebensmittel, sondern auch auf die mikrobiellen Prozesse im Verdauungstrakt.
Die entscheidende Frage lautet häufig nicht nur:
„Wie viel Histamin nehme ich auf?“
sondern auch:
„Wie stabil ist das Darmmilieu, das mit Histamin täglich umgehen muss?“
Studien und Quellen zu diesem Thema:
-
Histamine Intolerance – The More We Know the Less We Know. A Review (2021)
Übersichtsarbeit zu Histaminintoleranz, Diagnostik, Ernährung, Histaminstoffwechsel und offenen Forschungsfragen.
→ Volltext ansehen -
Histamine Intolerance: A Kind of Pseudoallergic Reaction (2022)
Review zu Histaminreaktionen, DAO, HNMT und möglichen Einflussfaktoren im Histaminstoffwechsel.
→ Volltext ansehen
5. Warum Bacillus subtilis in der Histamin-Diskussion interessant ist
Während einige Mikroorganismen für die Bildung biogener Amine bekannt sind, werden Bacillus-Arten in wissenschaftlichen Untersuchungen häufig völlig anders betrachtet.
Einzelne Bacillus-Stämme werden sogar auf ihre Fähigkeit untersucht, biogene Amine abzubauen oder deren Bildung während mikrobieller Prozesse zu reduzieren.
Für Bacillus subtilis DSM 21097 liegt zusätzlich eine unabhängige Laboranalyse vor, in der Histamin sowie weitere untersuchte biogene Amine nicht nachweisbar waren.
Dies macht den Stamm besonders interessant für Menschen, die sich intensiver mit Histamin, Darmgesundheit und Mikrobiom beschäftigen.
Studien und Quellen zu diesem Thema:
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Biogenic amines in fermented foods: microbial formation and Risikokontrolle
Die Bildung biogener Amine wird vor allem mit mikrobieller Decarboxylase-Aktivität während Fermentation und Lagerung in Verbindung gebracht. Entscheidend ist daher nicht der Begriff „Bakterienkultur“, sondern die konkrete mikrobielle Eigenschaft des jeweiligen Stammes.
→ EFSA Quelle ansehen -
Biogenic amines and microbial decarboxylation
Biogene Amine wie Histamin und Tyramin entstehen in Lebensmitteln häufig durch mikrobielle Decarboxylierung von Aminosäuren. Deshalb ist die Auswahl der konkreten Mikroorganismen entscheidend.
→ Volltext ansehen
Häufige Fragen zu Bacillus subtilis und Histamin
Produziert Bacillus subtilis Histamin?
Für Bacillus subtilis DSM 21097 liegt eine Laboranalyse vor, in der Histamin nicht nachweisbar war.
Ist Bacillus subtilis eine Milchsäurebakterie?
Nein. Bacillus subtilis gehört zu den sporenbildenden Mikroorganismen und unterscheidet sich grundlegend von klassischen Milchsäurebakterien.
Warum ist dieser Unterschied wichtig?
Viele Eigenschaften, die bestimmten Milchsäurebakterien zugeschrieben werden, lassen sich nicht automatisch auf Bacillus subtilis übertragen. Es handelt sich um unterschiedliche Mikroorganismen mit unterschiedlichen Stoffwechselwegen.
Kann ich den Laborbericht einsehen?
Ja. Der vollständige Untersuchungsbericht zur Analyse der biogenen Amine kann auf Anfrage eingesehen werden.
Fazit
Viele Menschen mit Histaminintoleranz meiden aus Vorsicht sämtliche Probiotika und Bakterienkulturen.
Bacillus subtilis DSM 21097 gehört jedoch nicht zu den klassischen Milchsäurebakterien und unterscheidet sich grundlegend von vielen bekannten Fermentationskulturen.
Darüber hinaus zeigt eine unabhängige Laboranalyse, dass Histamin sowie weitere untersuchte biogene Amine in der analysierten Probe nicht nachweisbar waren.
Deshalb lohnt es sich, Bacillus subtilis nicht automatisch mit histaminbildenden Mikroorganismen gleichzusetzen, sondern die Besonderheiten dieses sporenbildenden Stammes differenziert zu betrachten.